| Ablagerungen: |
Eine
Ausscheidung aus einer Lösung direkt auf eine
begrenzte Fläche. |
| Ablauf: |
Die
Lösung, die aus der Ionenaustauschsäule austritt. |
| Abrieb: |
Das
Reiben eines Teilchens gegen ein anderes in
einem Harzbett; Reibungsverschleiß, der die
Größe von Harzteilchen beeinflußt. |
| Abstrom: |
Herkömmliche
Fließrichtung von Lösungen, die in der Ionenaustauschersäule
behandelt werden, d.h. oben an der Säule eintreten
und unten abfließen. |
| Adsorbens: |
Ein
synthetisches Harz, das geladene Partikel
anziehen und halten kann. |
| Adsorption: |
Die
Bindung von geladenen Partikeln an die chemisch
aktiven Gruppen an der Oberfläche und in den
Poren eines synthetischen Harzes. |
| Aktivkohlefilter: |
Anlage
zur adsorptiven Rückhaltung von Stoffen. Aktivkohle
wird aus Kohle, Holz oder anderen kohlenstoffhaltigen
Materialien hergestellt. Aktivkohle ist ein
poröses, Kohlenstoffgerüst. Die große Anzahl
der Mikroporen führt zu einer sehr ausgedehnten
inneren Oberfläche (ca. 100000 qm/g) mit entsprechend
hohem Adsorptionsvermögen. |
| Alkalität: |
Der
Ausdruck der gesamten basischen Anionen (Hydroxylgruppen)
in einer Lösung. Der Ausdruck bezieht sich
insbesondere in der Wasseranalyse auf die
Hydrogencarbonat-, Carbonat- und (manchmal)
die Borat-, Silikat- und Phosphatsalze, die
mit Wasser reagieren und alkalische Gruppen
bilden. |
| Anion: |
Ein
negativ geladenes Ion. |
| Anionen-Austausch: |
Verdrängung
eines negativ geladenen Teilchens durch ein
anderes an einer Anionaustausch-Substanz. |
| Anorganische
Salze: |
In
erheblichen Mengen anfallende und damit umweltrelevante
Salze sind vor allem Chloride, Nitrate, Sulfate
und Phosphate. Diese können wegen ihrer meist
guten Löslichkeit häufig nur durch aufwendige
physikalisch-chemische Reinigungsverfahren
aus dem Trinkwasser entfernt werden. |
| Anschwellen: |
Die
Ausdehnung/Quellung eines Ionenaustauscherbettes,
wenn reaktive Gruppen am Harz in bestimmte
Formen verändert werden. |
| Äquivalente
Pro Million (EPM): |
Eine
Einheit des chemischen Äquivalentgewichts
der aufgelösten Substanz pro Million Gewichtseinheiten
der Lösung. Die Konzentration in EPM wird
berechnet, indem man die Konzentration in
mg/l durch die chemische Molekularmasse der
Substanz oder des Ions teilt. |
| Aufstrom: |
Der
Betrieb eines Ionenaustauschers, in dem Lösungen
unten in den Behälter eingegeben werden und
ober wieder abgezogen werden. |
| Austauschgeschwindigkeit: |
Die
Geschwindigkeit, mit der ein Ion aus dem Austauscher
von einem anderen Ion verdrängt wird. |
| Basenaustausch: |
Die
Fähigkeit, Kationen auszutauschen, die sich
bei bestimmten unlöslichen, natürlich auftretenden
Substanzen (Zeolithen) zeigt, die bei synthetischen
Harzen zu einem hohen Grad an Spezifizität
und Wirksamkeit entwickelt wurde. |
| Bett: |
Das
Ionenaustauschharz in einer Säule. |
| Bettausdehnung: |
Die
durch Rückspülung erhaltene Wirkung: Die Harzpartikel
werden getrennt und steigen in der Säule auf.
Die Ausdehnung des Bettes, durch größeren
Abstand und Raum zwischen den Harzpartikeln,
kann durch eine Regulierung des Rückspülstroms
gesteuert werden. |
| Bettiefe: |
Die
Höhe des Harzmaterials in der Säule, nachdem
der Austauscher entsprechend für den Betrieb
vorbereitet wurde. |
| Biochemischer
Sauerstoffbedarf (BSB): |
Die
Menge Sauerstoff, die für die biologische
und chemische Oxydation von Substanzen im
Wasser unter Testbedingungen notwendig ist. |
| Biologische
Ablagerungen: |
In
Wasser gebildete Ablagerungen von Organismen
oder den Produkten ihres Metabolismus. |
| Biologische
Tests: |
Untersuchung
mit dem Zweck, die Gegenwart, Art, Anzahl
oder Wirkung von Organismen im Wasser zu bestimmen. |
| Brackwasser: |
Ein
Wasser, das einen gelösten Feststoffgehalt
von etwa 1000 bis 30000 mg/l hat. |
| Chargenbetrieb: |
Die
Verwendung von Ionenaustauscherharzen zur
Behandlung einer Lösung in einem Behälter,
wobei die Ionen durch Rühren der Lösung und
folgendes Abgießen der behandelten Flüssigkeit
entfernt werden. |
| Chemischer
Sauerstoffbedarf (CSB): |
Die
Menge Sauerstoff, ausgedrückt in mg/l, die
unter bestimmten festgelegten Bedingungen
in der Oxydation von organischen und oxydierbaren
anorganischen Substanzen im Wasser verbraucht
wird. |
| Chemische
Stabilität: |
Widerstand
gegen chemische Veränderung der Ionenaustauscherharze,
selbst in Kontakt mit aggressiven Lösungen. |
| Chlor: |
Gasförmiges
Element aus der Gruppe der Halogene. Wichtiger
Ausgangsstoff für viele organische Verbindungen.
Einige anorganische C-Verbindungen setzen
bei Kontakt mit Wasser gasförmiges Chlor frei,
dessen stark desinfizierende Wirkung bei der
Entkeimung von Trinkwasser genutzt wird. |
| Chlorung: |
Methode
zur Desinfektion von Trinkwasser durch Zugabe
von Chlor oder einer Chlorverbindung, z.B.
Natriumhypochlorit. |
| Chlorbedarf: |
Die
Chlormenge in mg/l, die notwendig ist, um
unter festgelegten Bedingungen die Ziele einer
Chlorung zu erreichen. |
| Colibakterien: |
In
menschlichem und tierischem Darm lebende Bakterien.
Der Nachweis von Colibakterien im Trinkwasser
ist ein wichtiges Indiz dafür, daß eine Verunreinigung
mit Fäkalien vorleigt und andere Krankheitskeime
(pathogene Mikroorganismen) enthalten sein
können. |
| Deionat: |
Durch
Vollentsalzung hergestelltes Wasser. |
| Desinfektion: |
Abtöten
von Erregern übertragbarer Krankheiten. Bei
der Trinkwasseraufbereitung erfolgt die Desinfektion
mit Hilfe von Chlor, Chlordioxid, Ozon oder
Wasserstoffperoxid. |
| Dissoziation: |
Siehe
Ionisierung. |
| Druckverlust: |
Die
Abnahme des Flüssigkeitsdrucks in Verbindung
mit dem Durchgang einer Lösung durch ein Bett
von Filtermaterial; eine Messung des Widerstands
eines Filters gegen den Fluß der Flüssigkeit,
die durch es hindurchgeht. |
| Durchbruch: |
Die
erste Erscheinung in der vom Ionenaustauscher
abfließenden Lösung von nichtabsorbierten
Ionen, die denen ähnlich sind, die die Wirkung
des Harzbettes erschöpfen. Durchbruch ist
ein Anzeichen dafür, daß das Harz regeneriert
werden muß. |
| Durchflußgeschwindigkeit: |
Die
Geschwindigkeit einer Lösung, die innerhalb
einer gegebenen Zeit durch eine bestimmte
Menge Harz fließt. Wird im allgemeinen in
l pro Min./l Harz, oder Milliliter pro Min./ml
Harz oder als l pro Quadratmeter Harz pro
Min. ausgedrückt. |
| Durchsickern: |
Das
Phänomen, bei dem einige der zufließenden
Ionen nicht absorbiert oder ausgetauscht werden
und im Ablauf auftauchen, wenn Wasser durch
ein nicht genügend regeneriertes Harzaustauscherbett
geleitet wird. |
| Durchsatzvolumen: |
Die
Menge an Wasser, die durch ein Austauscherbett
geht, bevor das Harz erschöpft ist. |
| Dynamisches
System: |
Ein
Ionenaustauschbetrieb mit einem Durchfluß
des zu behandelnden Wassers. |
| Elektrische
Leitfähigkeit: |
Der
Kehrwert des spezifischen Widerstandes. Gemessen
zwischen gegenüberliegenden Seiten eines ein
Zentimeter großen Würfels einer wäßrigen Lösung
bei einer bestimmten Temperatur. Einheit:
S/cm |
| Elektrolyt: |
Eine
chemische Verbindung, die in Wasser dissoziiert
oder ionisiert, um eine Lösung mit elektrischer
Leitfähigkeit zu bilden, eine Säure, eine
Base oder ein Salz. |
| Enthärten: |
Entfernung
von Calcium- und Magnesiumionen aus zu hartem
Wasser durch Fällung oder Ionenaustausch. |
| Entionisierung: |
Ein
allgemeiner Ausdruck für die Beseitigung von
allen geladenen Bestandteilen oder ionisierbaren
Salzen (organischen und anorganischen) aus
der Lösung. |
| Entsalzung: |
Vollständige
oder teilweise Entfernung von im Wasser gelösten
Salzen durch Destillieren, Ionenaustausch,
Umkehrosmose oder Elektrodialyse. |
| Erschöpfung: |
Zustand,
in dem das Harz nicht länger zum wirksamen
Ionenaustausch fähig ist; die zum Austausch
verfügbaren Ionen sind erschöpft. |
| Farbdurchbruch: |
Die
Verfärbung der durch ein Ionenaustauschmaterial
gehenden Flüssigkeit; ein Spülen von Spuren
gefärbter organischer Reaktionszwischenprodukte
aus den Harzporen. |
| Flockung: |
Ein
Verfahren für die Trinkwasseraufbereitung.
Dem Wasser wird ein Flockungsmittel zugesetzt,
das filtrierbare oder absetzbare Flocken bildet.
Dabei werden gelöste oder sehr fein verteilte
Stoffe von den Flocken eingeschlossen oder
physikalisch an der Flockenoberfläche gebunden. |
| Flüchtige
Materie: |
Die
Materie, die unter Testbedingungen vom festen
oder flüssigen in den gasförmigen Zustand
übergeht. |
| Fluoride: |
Anorganische
Salze des Fluors. In einigen Ländren werden
Fluoride als Kariesvorbeugung dem Trinkwasser
zugesetzt. Dieses Verfahren ist in letzter
Zeit aber sehr umstritten. |
| Freier
Mineralsäureüberschuß: |
Die
quantitative Fähigkeit von wäßrigen Medien,
mit Hydroxylionen bis zu einem pH-Wert von
4,3 reagieren zu können. |
| Freier
verfügbarer Chlorüberschuß: |
Bestehen
aus Hydrochloritionen unterchloriger Säure
oder beiden. |
| Freiraum: |
Der
Raum über dem Harzbett einer Ionenaustauschsäule,
der die Ausdehnung des Bettes während der
Rückspülung erlaubt. |
| Frischwasser: |
Wasser,
das weniger als etwa 1000 mg/l gelöster Substanzen
enthält. |
| Gelöste
Feststoffe: |
Die
Substanzen - mit Ausnahme von Gasen - die
in Wasser unter Bildung einer einphasigen,
homogenen Flüssigkeit gelöst sind. |
| Gesamtfeststoffgehalt: |
Die
Summe der festen und der gelösten Substanzen. |
| Gesamthärte: |
Eine
Eigenschaft des Wassers, allgemein ausgedrückt
als Gesamtkonzentration von Calcium-, Magnesium-
und Strontiumionen. |
| Gesamtrestchlor: |
Das
gesamte vorhandene Restchlor, unabhängig von
der Art. |
| Gleichgewichtsreaktion: |
Die
Wechselwirkung von ionisierbaren Verbindungen,
wobei die erhaltenen Produkte dazu neigen,
wider in die Substanzen, aus denen sie gebildet
wurden, zu zerfallen, und zwar bis ein Gleichgewicht
erreicht wird, bei dem sowohl Reaktanten,
als auch Produkte in einem genau definierten
Verhältnis vorhanden sind. |
| Glührückstand: |
Rest,
der nach Glühen der festen und der gelösten
Materie verbleibt. |
| Grenzwerte: |
Die
Trinkwasserverordnung enthält Grenzwerte,
die nicht überschritten werden dürfen. Diese
Grenzwerte werden so festgelegt, daß sie auch
dem Schutz sogenannter Risikogruppen (z.B.
Säuglinge, kranke Personen) gewährleisten
sollen und bei lebenslangem Genuß des Wassers
keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen
zu erwarten sind. |
| Halogenierte
Kohlenwasserstoffe: |
Sammelbezeichnung
für organische Verbindungen, die an ein Kohlenstoffgerüst
gebundene Halogene enthalten. Sie finden u.a.
als Pestizide, Lösungsmittel und Kältemittel
Verwendung. Viele halogenierte Kohlenwasserstoffe
sind giftig und krebserregend. Sie sind sehr
stabil, verbleiben lange in natürlichen Kreisläufen
und können sich im Fettgewebe anreichern.
Halogenierte Kohlenwasserstoffe haben eine
sehr geringe biologische Abbaubarkeit, können
jedoch durch Aktivkohlefilter aus dem Wasser
entfernt werden. |
| Hydraulische
Umschichtung: |
Die
Neuverteilung von Harzpartikeln in einem Ionenaustauscher.
Während das Rückspülwasser aufwärts durch
das Harzbett fließt, werden die Teilchen bewegt
und die größeren Partikel setzen sich ab,
während die kleineren in das Oberteil des
Bettes aufsteigen. |
| Hydrogencarbonatalkalität: |
Die
Gegenwart von Hydroxylionen in einer Lösung,
bedingt durch die Hydrolyse von Carbonaten
oder Hydrogencarbonaten. Wenn diese Salze
mit Wasser reagieren, wird eine starke Base
und eine schwache Säure gebildet; die Lösung
reagiert alkalisch. |
| Hydroxylion: |
Ausdruck
für den anionischen Rest, der für die Alkalität
einer Lösung verantwortlich ist. |
| Ion: |
Jeder
Partikel, der kleiner als kolloidal ist und
entweder negativ oder positiv elektrisch geladen
ist. |
| Ionenaustausch
(Feste Phase): |
Ein
umkehrbarer Prozeß, worin Ionen zwischen einem
Feststoff und einer Flüssigkeit ausgetauscht
werden, ohne das größere strukturelle Veränderungen
des Feststoffes auftreten. |
| Ionisierung: |
Die
Trennung von Molekülen in geladene Teilchen,
meist in wäßriger Lösung. |
| Ionisierungskonstante: |
Ausdruck
in absoluten Einheiten des Ausmaßes der Dissoziation
zu Ionen einer chemischen Verbindung in Wasser: |
| Kanalbildung: |
Spalten
und Kanäle im Bett wegen falscher Bedienungsverfahren,
wobei die zu behandelnde Lösung den Weg des
geringsten Widerstandes geht, durch diese
Kanäle läuft und nicht die aktiven Substanzen
in anderen Teilen des Bettes berührt. |
| Kapazität: |
Die
Adsorptionsfähigkeit der Ionenaustauschsubstanzen,
die als Gramm-Milliäquivalente pro Gramm,
Gramm-Milliäquivalente pro Milliliter usw.
ausgedrückt werden können, die Zähler dieser
Brüche die Masse der adsorbierten Ionen, und
die Nenner die Masse oder das Volumen des
Adsorbens ausdrücken. |
| Kation: |
Ein
positiv geladenes Ion. |
| Kesselwasser: |
Ein
Ausdruck für eine repräsentative Probe des
zirkulierenden Kesselwassers, nachdem der
erzeugte Dampf abgetrennt wurde, bevor eintretendes
Speisewasser oder beigegebene Chemikalien
zugemischt werden und seine Beschaffenheit
und Zusammensetzung beeinflussen. |
| Korrosion: |
Unerwünschte
chemische Veränderung (Zerstörung) von Materialoberflächen
mit einhergehender Verringerung der Widerstandsfähigkeit
des Materials gegen mechanische oder chemische
Belastungen. Die Korrosion schreitet umso
schneller voran, je höher der Salzgehalt des
Wassers ist. |
| Korrosionsprodukte: |
Das
Ergebnis einer chemischen oder elektrochemischen
Reaktion zwischen einem Metall und seiner
Umgebung. |
| Kugelgestalt: |
Bezieht
sich auf die Kugeleigenschaften und den Ganzkorngehalt
eines Harzes. |
| Kupfer: |
Kupfer
wird im Rohrleitungsbau verwendet. Es ist
für Mensch, Tier und Pflanze ein wichtiges
Spurenelement. Gelöste Kupfersalze sind stark
gewässerschädigend und wirken bereits in geringen
Mengen stark toxisch. |
| Langelier-Index: |
Eine
Methode der Voraussage, ob ein Wasser dazu
neigt, Calciumcarbonat zu lösen oder auszufällen.
Wenn ein Wasser Calciumcarbonat ausfällt,
kann sich eine Härteablagerung bilden. Wenn
das Wasser Calciumcarbonat löst, so hat es
eine korrosive Neigung. |
| Leistung: |
Die
Wirksamkeit der Betriebsleistung eines Ionenaustauschers.
Die Leistung der Adsorption von Ionen wird
als Menge des notwendigen Regeneriermittels
ausgedrückt, welche zur Beseitigung einer
bestimmten Masseneinheit von adsorbiertem
Material nötig ist. |
| Makroretikular: |
Ein
Ausdruck, der solche Harze beschreibt, die
eine starre, polymere poröse Struktur haben
und selbst nach dem Trocknen noch eine Porenstruktur
zeigen. Die Poren sind größer als Atomabstände
und nicht Teil der Gelstruktur. |
| Mikroorganismen: |
Mikroskopisch
kleine Lebewesen, wie z.B. Bakterien, Algen
und Pilze. |
| Mval. |
Das
Äquivalentgewicht in Gramm geteilt durch 1000. |
| Negative
Ladung: |
Das
elektrische Potential eines Atoms, das es
annimmt, wenn es ein oder mehrere Elektronen
dazugewinnt;, Eigenschaft des Anions. |
| Nephelometrische
Trübung: |
Ein
empirisches Maß der Trübung auf der Grundlage
der gemessenen, lichtstreuenden Eigenschaften
(Tyndall-Effekt) von Feststoffpartikeln im
Wasser. |
| Nitrate: |
Salze
der Salpetersäure. Nitrate finden sich in
stickstoffhaltigen Düngemitteln. Bei unsachgemäßer
Anwendung in der Landwirtschaft können Nitrate
ins Grundwasser gelangen und werden in letzter
Zeit immer häufiger nachgewiesen. Zu viel
Nitrat im Trinkwasser kann für Säuglinge wegen
der teilweisen Reaktion im Körper zu Nitrit
gefährlich werden. |
| Nitrit: |
Salze
der salpetrigen Säure. Nitrite sind sehr giftig,
denn sie behindern den Sauerstofftransport
im Blut. |
| Oberflächenspannung: |
Eine
Eigenschaft, die durch die molekularen Kräfte
des Oberflächenfilms aller Flüssigkeiten gegeben
ist, und dazu neigt, das Inhaltsvolumen einer
Flüssigkeit in die Form mit minimaler Oberfläche
zu bringen. |
| Ozon: |
Ozon
wird in der Trinkwasseraufbereitung zur Oxidation
organischer Stoffe aufgrund seiner starken
Oxidationskraft eingesetzt. Ozon ist sehr
unbeständig und verliert schnell seine Desinfektionswirkung.
Bei hohem Salzgehalt und organischen Verbindungen
im Wasser können bei der Ozonierung halogenierte
Kohlenwasserstoffe entstehen. |
| Partikulatmaterie: |
Die
Materie, mit Ausnahme von Gasen, die im nichtflüssigen
Zustand besteht und im Wasser verteilt ist,
um eine heterogene Mischung zu geben. |
| Pestizide: |
Sammelbezeichnung
für Stoffe, die zur Bekämpfung unerwünschten
Pflanzenwachstums verwendet werden. Bei unsachgemäßer
Anwendung können diese ins Grund- bzw. Trinkwasser
gelangen. Sie sind biologisch sehr aktive
Substanzen und werden in letzter Zeit auch
öfter im Trinkwasser gefunden. |
| Pflanzenschutzmittel: |
Siehe
Pestizide. |
| pH-Wert: |
Negativer
dekadischer Logarithmus der Wasserstoffionen-Konzentration. |
| Phenole: |
Aromatische
Alkohole beeinträchtigen schon in sehr geringen
Konzentrationen den Geschmack des Wassers. |
| Phosphate: |
Salze
der Phosphorsäure . Sie sind ein wichtiger
Nährstoff für den Menschen. Phosphate waren
vor Jahren eine starke Belastung für Kläranlagen
durch die Haushalte. Inzwischen wurden diese
jedoch aus den Waschmitteln entfernt. |
| Physikalische
Stabilität: |
Die
Eigenschaft, die ein Ionenaustauscherharz
besitzen muß, um Veränderungen durch Abnutzung,
hohe Temperaturen oder andere physikalische
Bedingungen u widerstehen. |
| pK-Wert: |
Ausdruck
für das Maß der Dissoziation eines Elektrolyten;
der negative dekadische Logarithmus der Hydroxoniumionenkonzentration. |
| pOH-Wert: |
Ein
Ausdruck der Alkalität einer Lösung; der negative
dekadische Logarithmus der Hodroxoniumionenkonzentration. |
| ppb: |
Ein
Maß des Massenverhältnisses gleich einer Masseneinheit
von gelöstem Stoff pro Milliarde Masseneinheiten
einer Lösung. |
| Porösität: |
Der
Grad der Permeabilität von Ionenaustauscherharzen
gegenüber flüssigen und großen organischen
Molekülen. Gelharze, selbst wenn sie als hochporös
bezeichnet werden, haben nur eine geringe
Porösität im Vergleich mit den Makroporen
der makroretikularen Harze. |
| Positive
Ladung: |
Das
elektrische Potential eines Atoms, das ein
oder mehrere Elektronen verloren hat; Eigenschaft
eines Kations. |
| Quartärnäre
Ammoniumverbindung: |
Eine
spezifische basische Gruppe, von der die Austauscheraktivität
bestimmter Anionenaustauscherharze abhängt. |
| Quecksilber: |
Silberglänzendes,
flüssiges Schwermetall. Es ist sehr leicht
flüchtig, verdampft schon bei Zimmertemperatur.
Quecksilber verursacht beim Menschen Nerven-
und Nierenschäden. Es wird als Schwermetall
im Körper angereichert. |
| Regenerierung: |
Wiederherstellung
der Aktivität eines Ionenaustauschers, indem
die von der behandelten Lösung adsorbierten
Ionen durch Ionen, die anfänglich am Harz
adsorbiert wurden, ausgetauscht werden. |
| Regenerierungsmittel: |
Die
Lösung, die zur Wiederaktivierung eines Ionenaustausers
verwendet wird. |
| Restchlor: |
Die
Menge von verfügbarem Chlor im Wasser zu einer
beliebigen festgelegten Zeit nach der Beigabe
von Chlor. |
| Rohwasser: |
Unbehandeltes
Wasser. |
| Salzspaltung: |
Die
Umwandlung von Salzen in ihre entsprechenden
Säuren und Basen. |
| Säulenbetrieb: |
Herkömmliche
Verwendung von Ionenaustauschharzen in Säulen,
durch die die zu behandelnde Lösung entweder
abwärts oder aufwärts fließt. |
| Schlamm: |
Eine
in Wasser gebildete Sedimentierung. |
| Sole: |
Wasser,
das mehr als 30000 mg/l gelöste Feststoffe
enthält. |
| Spülung: |
Folge
der Regenerierung; ein Auswaschen der überschüssigen
Regenerierungslösung. |
| Statisches
System: |
Die
chargenweise Verwendung von Ionenaustauscherharzen,
wobei ein definitiver Endpunkt mit festgesetzten
Verhältnissen der Ionenverteilung zwischen
dem Harz und der Lösung erreicht wird. |
| Sulfonsäuren: |
Eine
spezifische Säuregruppe, welche die Austauscherwirkung
bestimmter Kationenaustauscherharze bestimmt. |
| Trinkwasser: |
Für
den menschlichen Genuß und Gebrauch geeignetes
Wasser, das bestimmte, in Gesetzen und anderen
Rechtsnormen festgelegte Güteeigenschaften
erfüllen muß. Trinkwasser ist das wichtigste
Lebensmittel. Es kann nicht ersetzt werden.
Darüber hinaus darf Trinkwasser keine übermäßigen
Korrosionsschäden am Leitungsnetz hervorrufen
und sollte in genügender Menge mit ausreichendem
Druck zur Verfügung stehen. |
| Trinkwasserqualität: |
Die
Qualität des Trinkwassers wird durch die Trinkwasserverordnung
aufgrund des Bundesseuchengesetzes geregelt.
Sie legt sämtliche Parameter für den Gebrauch
von Trinkwasser fest. |
| Trübung: |
Verminderung
der Transparenz des Wassers durch Feststoffe. |
| Umgekehrte
Entionisierung: |
Die
Verwendung eine Anionenaustauschers und eines
Kationenaustauschers - in dieser Reihenfolge
- um alle Ionen aus der Lösung zu entfernen. |
| Verdrängung: |
Entfernen
von adsorbierten Ionen von einem Ionenaustauschmaterial
durch die Verwendung von Lösungen, die andere
Ionen in relativ hohen Konzentrationen enthalten. |
| Vernetzung: |
Der
Grad der Bindung von Polymerketten untereinander
zur Bildung einer unlöslichen dreidimensionalen
Harzmatrix. |
| Wasseraufbereitung: |
Behandlung
des Rohwassers, um seine Beschaffenheit dem
jeweiligen Verwendungszweck anzupassen. Verfahren
der Wasseraufbereitung sind: Flockung, Belüftung,
Enthärten, Entfernen von Geruchs- und Geschmacksstoffen,
Umkehrosmose usw.. |
| Wassergebildete
Ablagerungen: |
Jegliche
Ansammlung von unlöslichem Material, welches
aus dem Wasser gebildet wird, oder durch die
Reaktion von Wasser an mit dem Wasser in Berührung
stehenden Flächen. |
| Wasserstoffzyklus: |
Ein
vollständiger Zyklus eines Kationenaustausches,
wobei der Adsorbent in Wasserstofform oder
in der Freien Säureform benutzt wird. |
| Wasseruntersuchung: |
Untersuchung
von Trinkwasser nach bestimmten in der Trinkwasserverordnung
festgelegten Verfahren. Die Trinkwasserverordnung
schreibt die Mindesthäufigkeit der Untersuchungen
vor. |
| Zeolith: |
Natürlich
vorkommende wasserhaltige Silikate, die nur
einen begrenzten Basenaustausch aufweisen. |
| Zulauf: |
Die
Lösung, die in den Ionenaustauscher eintritt. |
| Zyklus: |
Ein
vollständiger Gang eines Ionenaustauschers. |