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Hygiene in technischen Anlagen
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Die hier folgenden Ausdrücke sind nicht streng interpretiert, sondern frei gehalten, um Definitionen zu ermöglichen, die sich besonders auf die Wasseraufbereitung beziehen und für jeden verständlich sind.
Ablagerungen: Eine Ausscheidung aus einer Lösung direkt auf eine begrenzte Fläche.
Ablauf: Die Lösung, die aus der Ionenaustauschsäule austritt.
Abrieb: Das Reiben eines Teilchens gegen ein anderes in einem Harzbett; Reibungsverschleiß, der die Größe von Harzteilchen beeinflußt.
Abstrom: Herkömmliche Fließrichtung von Lösungen, die in der Ionenaustauschersäule behandelt werden, d.h. oben an der Säule eintreten und unten abfließen.
Adsorbens: Ein synthetisches Harz, das geladene Partikel anziehen und halten kann.
Adsorption: Die Bindung von geladenen Partikeln an die chemisch aktiven Gruppen an der Oberfläche und in den Poren eines synthetischen Harzes.
Aktivkohlefilter: Anlage zur adsorptiven Rückhaltung von Stoffen. Aktivkohle wird aus Kohle, Holz oder anderen kohlenstoffhaltigen Materialien hergestellt. Aktivkohle ist ein poröses, Kohlenstoffgerüst. Die große Anzahl der Mikroporen führt zu einer sehr ausgedehnten inneren Oberfläche (ca. 100000 qm/g) mit entsprechend hohem Adsorptionsvermögen.
Alkalität: Der Ausdruck der gesamten basischen Anionen (Hydroxylgruppen) in einer Lösung. Der Ausdruck bezieht sich insbesondere in der Wasseranalyse auf die Hydrogencarbonat-, Carbonat- und (manchmal) die Borat-, Silikat- und Phosphatsalze, die mit Wasser reagieren und alkalische Gruppen bilden.
Anion: Ein negativ geladenes Ion.
Anionen-Austausch: Verdrängung eines negativ geladenen Teilchens durch ein anderes an einer Anionaustausch-Substanz.
Anorganische Salze: In erheblichen Mengen anfallende und damit umweltrelevante Salze sind vor allem Chloride, Nitrate, Sulfate und Phosphate. Diese können wegen ihrer meist guten Löslichkeit häufig nur durch aufwendige physikalisch-chemische Reinigungsverfahren aus dem Trinkwasser entfernt werden.
Anschwellen: Die Ausdehnung/Quellung eines Ionenaustauscherbettes, wenn reaktive Gruppen am Harz in bestimmte Formen verändert werden.
Äquivalente Pro Million (EPM): Eine Einheit des chemischen Äquivalentgewichts der aufgelösten Substanz pro Million Gewichtseinheiten der Lösung. Die Konzentration in EPM wird berechnet, indem man die Konzentration in mg/l durch die chemische Molekularmasse der Substanz oder des Ions teilt.
Aufstrom: Der Betrieb eines Ionenaustauschers, in dem Lösungen unten in den Behälter eingegeben werden und ober wieder abgezogen werden.
Austauschgeschwindigkeit: Die Geschwindigkeit, mit der ein Ion aus dem Austauscher von einem anderen Ion verdrängt wird.
Basenaustausch: Die Fähigkeit, Kationen auszutauschen, die sich bei bestimmten unlöslichen, natürlich auftretenden Substanzen (Zeolithen) zeigt, die bei synthetischen Harzen zu einem hohen Grad an Spezifizität und Wirksamkeit entwickelt wurde.
Bett: Das Ionenaustauschharz in einer Säule.
Bettausdehnung: Die durch Rückspülung erhaltene Wirkung: Die Harzpartikel werden getrennt und steigen in der Säule auf. Die Ausdehnung des Bettes, durch größeren Abstand und Raum zwischen den Harzpartikeln, kann durch eine Regulierung des Rückspülstroms gesteuert werden.
Bettiefe: Die Höhe des Harzmaterials in der Säule, nachdem der Austauscher entsprechend für den Betrieb vorbereitet wurde.
Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB): Die Menge Sauerstoff, die für die biologische und chemische Oxydation von Substanzen im Wasser unter Testbedingungen notwendig ist.
Biologische Ablagerungen: In Wasser gebildete Ablagerungen von Organismen oder den Produkten ihres Metabolismus.
Biologische Tests: Untersuchung mit dem Zweck, die Gegenwart, Art, Anzahl oder Wirkung von Organismen im Wasser zu bestimmen.
Brackwasser: Ein Wasser, das einen gelösten Feststoffgehalt von etwa 1000 bis 30000 mg/l hat.
Chargenbetrieb: Die Verwendung von Ionenaustauscherharzen zur Behandlung einer Lösung in einem Behälter, wobei die Ionen durch Rühren der Lösung und folgendes Abgießen der behandelten Flüssigkeit entfernt werden.
Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB): Die Menge Sauerstoff, ausgedrückt in mg/l, die unter bestimmten festgelegten Bedingungen in der Oxydation von organischen und oxydierbaren anorganischen Substanzen im Wasser verbraucht wird.
Chemische Stabilität: Widerstand gegen chemische Veränderung der Ionenaustauscherharze, selbst in Kontakt mit aggressiven Lösungen.
Chlor: Gasförmiges Element aus der Gruppe der Halogene. Wichtiger Ausgangsstoff für viele organische Verbindungen. Einige anorganische C-Verbindungen setzen bei Kontakt mit Wasser gasförmiges Chlor frei, dessen stark desinfizierende Wirkung bei der Entkeimung von Trinkwasser genutzt wird.
Chlorung: Methode zur Desinfektion von Trinkwasser durch Zugabe von Chlor oder einer Chlorverbindung, z.B. Natriumhypochlorit.
Chlorbedarf: Die Chlormenge in mg/l, die notwendig ist, um unter festgelegten Bedingungen die Ziele einer Chlorung zu erreichen.
Colibakterien: In menschlichem und tierischem Darm lebende Bakterien. Der Nachweis von Colibakterien im Trinkwasser ist ein wichtiges Indiz dafür, daß eine Verunreinigung mit Fäkalien vorleigt und andere Krankheitskeime (pathogene Mikroorganismen) enthalten sein können.
Deionat: Durch Vollentsalzung hergestelltes Wasser.
Desinfektion: Abtöten von Erregern übertragbarer Krankheiten. Bei der Trinkwasseraufbereitung erfolgt die Desinfektion mit Hilfe von Chlor, Chlordioxid, Ozon oder Wasserstoffperoxid.
Dissoziation: Siehe Ionisierung.
Druckverlust: Die Abnahme des Flüssigkeitsdrucks in Verbindung mit dem Durchgang einer Lösung durch ein Bett von Filtermaterial; eine Messung des Widerstands eines Filters gegen den Fluß der Flüssigkeit, die durch es hindurchgeht.
Durchbruch: Die erste Erscheinung in der vom Ionenaustauscher abfließenden Lösung von nichtabsorbierten Ionen, die denen ähnlich sind, die die Wirkung des Harzbettes erschöpfen. Durchbruch ist ein Anzeichen dafür, daß das Harz regeneriert werden muß.
Durchflußgeschwindigkeit: Die Geschwindigkeit einer Lösung, die innerhalb einer gegebenen Zeit durch eine bestimmte Menge Harz fließt. Wird im allgemeinen in l pro Min./l Harz, oder Milliliter pro Min./ml Harz oder als l pro Quadratmeter Harz pro Min. ausgedrückt.
Durchsickern: Das Phänomen, bei dem einige der zufließenden Ionen nicht absorbiert oder ausgetauscht werden und im Ablauf auftauchen, wenn Wasser durch ein nicht genügend regeneriertes Harzaustauscherbett geleitet wird.
Durchsatzvolumen: Die Menge an Wasser, die durch ein Austauscherbett geht, bevor das Harz erschöpft ist.
Dynamisches System: Ein Ionenaustauschbetrieb mit einem Durchfluß des zu behandelnden Wassers.
Elektrische Leitfähigkeit: Der Kehrwert des spezifischen Widerstandes. Gemessen zwischen gegenüberliegenden Seiten eines ein Zentimeter großen Würfels einer wäßrigen Lösung bei einer bestimmten Temperatur. Einheit: S/cm
Elektrolyt: Eine chemische Verbindung, die in Wasser dissoziiert oder ionisiert, um eine Lösung mit elektrischer Leitfähigkeit zu bilden, eine Säure, eine Base oder ein Salz.
Enthärten: Entfernung von Calcium- und Magnesiumionen aus zu hartem Wasser durch Fällung oder Ionenaustausch.
Entionisierung: Ein allgemeiner Ausdruck für die Beseitigung von allen geladenen Bestandteilen oder ionisierbaren Salzen (organischen und anorganischen) aus der Lösung.
Entsalzung: Vollständige oder teilweise Entfernung von im Wasser gelösten Salzen durch Destillieren, Ionenaustausch, Umkehrosmose oder Elektrodialyse.
Erschöpfung: Zustand, in dem das Harz nicht länger zum wirksamen Ionenaustausch fähig ist; die zum Austausch verfügbaren Ionen sind erschöpft.
Farbdurchbruch: Die Verfärbung der durch ein Ionenaustauschmaterial gehenden Flüssigkeit; ein Spülen von Spuren gefärbter organischer Reaktionszwischenprodukte aus den Harzporen.
Flockung: Ein Verfahren für die Trinkwasseraufbereitung. Dem Wasser wird ein Flockungsmittel zugesetzt, das filtrierbare oder absetzbare Flocken bildet. Dabei werden gelöste oder sehr fein verteilte Stoffe von den Flocken eingeschlossen oder physikalisch an der Flockenoberfläche gebunden.
Flüchtige Materie: Die Materie, die unter Testbedingungen vom festen oder flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht.
Fluoride: Anorganische Salze des Fluors. In einigen Ländren werden Fluoride als Kariesvorbeugung dem Trinkwasser zugesetzt. Dieses Verfahren ist in letzter Zeit aber sehr umstritten.
Freier Mineralsäureüberschuß: Die quantitative Fähigkeit von wäßrigen Medien, mit Hydroxylionen bis zu einem pH-Wert von 4,3 reagieren zu können.
Freier verfügbarer Chlorüberschuß: Bestehen aus Hydrochloritionen unterchloriger Säure oder beiden.
Freiraum: Der Raum über dem Harzbett einer Ionenaustauschsäule, der die Ausdehnung des Bettes während der Rückspülung erlaubt.
Frischwasser: Wasser, das weniger als etwa 1000 mg/l gelöster Substanzen enthält.
Gelöste Feststoffe: Die Substanzen - mit Ausnahme von Gasen - die in Wasser unter Bildung einer einphasigen, homogenen Flüssigkeit gelöst sind.
Gesamtfeststoffgehalt: Die Summe der festen und der gelösten Substanzen.
Gesamthärte: Eine Eigenschaft des Wassers, allgemein ausgedrückt als Gesamtkonzentration von Calcium-, Magnesium- und Strontiumionen.
Gesamtrestchlor: Das gesamte vorhandene Restchlor, unabhängig von der Art.
Gleichgewichtsreaktion: Die Wechselwirkung von ionisierbaren Verbindungen, wobei die erhaltenen Produkte dazu neigen, wider in die Substanzen, aus denen sie gebildet wurden, zu zerfallen, und zwar bis ein Gleichgewicht erreicht wird, bei dem sowohl Reaktanten, als auch Produkte in einem genau definierten Verhältnis vorhanden sind.
Glührückstand: Rest, der nach Glühen der festen und der gelösten Materie verbleibt.
Grenzwerte: Die Trinkwasserverordnung enthält Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Diese Grenzwerte werden so festgelegt, daß sie auch dem Schutz sogenannter Risikogruppen (z.B. Säuglinge, kranke Personen) gewährleisten sollen und bei lebenslangem Genuß des Wassers keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.
Halogenierte Kohlenwasserstoffe: Sammelbezeichnung für organische Verbindungen, die an ein Kohlenstoffgerüst gebundene Halogene enthalten. Sie finden u.a. als Pestizide, Lösungsmittel und Kältemittel Verwendung. Viele halogenierte Kohlenwasserstoffe sind giftig und krebserregend. Sie sind sehr stabil, verbleiben lange in natürlichen Kreisläufen und können sich im Fettgewebe anreichern. Halogenierte Kohlenwasserstoffe haben eine sehr geringe biologische Abbaubarkeit, können jedoch durch Aktivkohlefilter aus dem Wasser entfernt werden.
Hydraulische Umschichtung: Die Neuverteilung von Harzpartikeln in einem Ionenaustauscher. Während das Rückspülwasser aufwärts durch das Harzbett fließt, werden die Teilchen bewegt und die größeren Partikel setzen sich ab, während die kleineren in das Oberteil des Bettes aufsteigen.
Hydrogencarbonatalkalität: Die Gegenwart von Hydroxylionen in einer Lösung, bedingt durch die Hydrolyse von Carbonaten oder Hydrogencarbonaten. Wenn diese Salze mit Wasser reagieren, wird eine starke Base und eine schwache Säure gebildet; die Lösung reagiert alkalisch.
Hydroxylion: Ausdruck für den anionischen Rest, der für die Alkalität einer Lösung verantwortlich ist.
Ion: Jeder Partikel, der kleiner als kolloidal ist und entweder negativ oder positiv elektrisch geladen ist.
Ionenaustausch (Feste Phase): Ein umkehrbarer Prozeß, worin Ionen zwischen einem Feststoff und einer Flüssigkeit ausgetauscht werden, ohne das größere strukturelle Veränderungen des Feststoffes auftreten.
Ionisierung: Die Trennung von Molekülen in geladene Teilchen, meist in wäßriger Lösung.
Ionisierungskonstante: Ausdruck in absoluten Einheiten des Ausmaßes der Dissoziation zu Ionen einer chemischen Verbindung in Wasser:
Kanalbildung: Spalten und Kanäle im Bett wegen falscher Bedienungsverfahren, wobei die zu behandelnde Lösung den Weg des geringsten Widerstandes geht, durch diese Kanäle läuft und nicht die aktiven Substanzen in anderen Teilen des Bettes berührt.
Kapazität: Die Adsorptionsfähigkeit der Ionenaustauschsubstanzen, die als Gramm-Milliäquivalente pro Gramm, Gramm-Milliäquivalente pro Milliliter usw. ausgedrückt werden können, die Zähler dieser Brüche die Masse der adsorbierten Ionen, und die Nenner die Masse oder das Volumen des Adsorbens ausdrücken.
Kation: Ein positiv geladenes Ion.
Kesselwasser: Ein Ausdruck für eine repräsentative Probe des zirkulierenden Kesselwassers, nachdem der erzeugte Dampf abgetrennt wurde, bevor eintretendes Speisewasser oder beigegebene Chemikalien zugemischt werden und seine Beschaffenheit und Zusammensetzung beeinflussen.
Korrosion: Unerwünschte chemische Veränderung (Zerstörung) von Materialoberflächen mit einhergehender Verringerung der Widerstandsfähigkeit des Materials gegen mechanische oder chemische Belastungen. Die Korrosion schreitet umso schneller voran, je höher der Salzgehalt des Wassers ist.
Korrosionsprodukte: Das Ergebnis einer chemischen oder elektrochemischen Reaktion zwischen einem Metall und seiner Umgebung.
Kugelgestalt: Bezieht sich auf die Kugeleigenschaften und den Ganzkorngehalt eines Harzes.
Kupfer: Kupfer wird im Rohrleitungsbau verwendet. Es ist für Mensch, Tier und Pflanze ein wichtiges Spurenelement. Gelöste Kupfersalze sind stark gewässerschädigend und wirken bereits in geringen Mengen stark toxisch.
Langelier-Index: Eine Methode der Voraussage, ob ein Wasser dazu neigt, Calciumcarbonat zu lösen oder auszufällen. Wenn ein Wasser Calciumcarbonat ausfällt, kann sich eine Härteablagerung bilden. Wenn das Wasser Calciumcarbonat löst, so hat es eine korrosive Neigung.
Leistung: Die Wirksamkeit der Betriebsleistung eines Ionenaustauschers. Die Leistung der Adsorption von Ionen wird als Menge des notwendigen Regeneriermittels ausgedrückt, welche zur Beseitigung einer bestimmten Masseneinheit von adsorbiertem Material nötig ist.
Makroretikular: Ein Ausdruck, der solche Harze beschreibt, die eine starre, polymere poröse Struktur haben und selbst nach dem Trocknen noch eine Porenstruktur zeigen. Die Poren sind größer als Atomabstände und nicht Teil der Gelstruktur.
Mikroorganismen: Mikroskopisch kleine Lebewesen, wie z.B. Bakterien, Algen und Pilze.
Mval. Das Äquivalentgewicht in Gramm geteilt durch 1000.
Negative Ladung: Das elektrische Potential eines Atoms, das es annimmt, wenn es ein oder mehrere Elektronen dazugewinnt;, Eigenschaft des Anions.
Nephelometrische Trübung: Ein empirisches Maß der Trübung auf der Grundlage der gemessenen, lichtstreuenden Eigenschaften (Tyndall-Effekt) von Feststoffpartikeln im Wasser.
Nitrate: Salze der Salpetersäure. Nitrate finden sich in stickstoffhaltigen Düngemitteln. Bei unsachgemäßer Anwendung in der Landwirtschaft können Nitrate ins Grundwasser gelangen und werden in letzter Zeit immer häufiger nachgewiesen. Zu viel Nitrat im Trinkwasser kann für Säuglinge wegen der teilweisen Reaktion im Körper zu Nitrit gefährlich werden.
Nitrit: Salze der salpetrigen Säure. Nitrite sind sehr giftig, denn sie behindern den Sauerstofftransport im Blut.
Oberflächenspannung: Eine Eigenschaft, die durch die molekularen Kräfte des Oberflächenfilms aller Flüssigkeiten gegeben ist, und dazu neigt, das Inhaltsvolumen einer Flüssigkeit in die Form mit minimaler Oberfläche zu bringen.
Ozon: Ozon wird in der Trinkwasseraufbereitung zur Oxidation organischer Stoffe aufgrund seiner starken Oxidationskraft eingesetzt. Ozon ist sehr unbeständig und verliert schnell seine Desinfektionswirkung. Bei hohem Salzgehalt und organischen Verbindungen im Wasser können bei der Ozonierung halogenierte Kohlenwasserstoffe entstehen.
Partikulatmaterie: Die Materie, mit Ausnahme von Gasen, die im nichtflüssigen Zustand besteht und im Wasser verteilt ist, um eine heterogene Mischung zu geben.
Pestizide: Sammelbezeichnung für Stoffe, die zur Bekämpfung unerwünschten Pflanzenwachstums verwendet werden. Bei unsachgemäßer Anwendung können diese ins Grund- bzw. Trinkwasser gelangen. Sie sind biologisch sehr aktive Substanzen und werden in letzter Zeit auch öfter im Trinkwasser gefunden.
Pflanzenschutzmittel: Siehe Pestizide.
pH-Wert: Negativer dekadischer Logarithmus der Wasserstoffionen-Konzentration.
Phenole: Aromatische Alkohole beeinträchtigen schon in sehr geringen Konzentrationen den Geschmack des Wassers.
Phosphate: Salze der Phosphorsäure . Sie sind ein wichtiger Nährstoff für den Menschen. Phosphate waren vor Jahren eine starke Belastung für Kläranlagen durch die Haushalte. Inzwischen wurden diese jedoch aus den Waschmitteln entfernt.
Physikalische Stabilität: Die Eigenschaft, die ein Ionenaustauscherharz besitzen muß, um Veränderungen durch Abnutzung, hohe Temperaturen oder andere physikalische Bedingungen u widerstehen.
pK-Wert: Ausdruck für das Maß der Dissoziation eines Elektrolyten; der negative dekadische Logarithmus der Hydroxoniumionenkonzentration.
pOH-Wert: Ein Ausdruck der Alkalität einer Lösung; der negative dekadische Logarithmus der Hodroxoniumionenkonzentration.
ppb: Ein Maß des Massenverhältnisses gleich einer Masseneinheit von gelöstem Stoff pro Milliarde Masseneinheiten einer Lösung.
Porösität: Der Grad der Permeabilität von Ionenaustauscherharzen gegenüber flüssigen und großen organischen Molekülen. Gelharze, selbst wenn sie als hochporös bezeichnet werden, haben nur eine geringe Porösität im Vergleich mit den Makroporen der makroretikularen Harze.
Positive Ladung: Das elektrische Potential eines Atoms, das ein oder mehrere Elektronen verloren hat; Eigenschaft eines Kations.
Quartärnäre Ammoniumverbindung: Eine spezifische basische Gruppe, von der die Austauscheraktivität bestimmter Anionenaustauscherharze abhängt.
Quecksilber: Silberglänzendes, flüssiges Schwermetall. Es ist sehr leicht flüchtig, verdampft schon bei Zimmertemperatur. Quecksilber verursacht beim Menschen Nerven- und Nierenschäden. Es wird als Schwermetall im Körper angereichert.
Regenerierung: Wiederherstellung der Aktivität eines Ionenaustauschers, indem die von der behandelten Lösung adsorbierten Ionen durch Ionen, die anfänglich am Harz adsorbiert wurden, ausgetauscht werden.
Regenerierungsmittel: Die Lösung, die zur Wiederaktivierung eines Ionenaustausers verwendet wird.
Restchlor: Die Menge von verfügbarem Chlor im Wasser zu einer beliebigen festgelegten Zeit nach der Beigabe von Chlor.
Rohwasser: Unbehandeltes Wasser.
Salzspaltung: Die Umwandlung von Salzen in ihre entsprechenden Säuren und Basen.
Säulenbetrieb: Herkömmliche Verwendung von Ionenaustauschharzen in Säulen, durch die die zu behandelnde Lösung entweder abwärts oder aufwärts fließt.
Schlamm: Eine in Wasser gebildete Sedimentierung.
Sole: Wasser, das mehr als 30000 mg/l gelöste Feststoffe enthält.
Spülung: Folge der Regenerierung; ein Auswaschen der überschüssigen Regenerierungslösung.
Statisches System: Die chargenweise Verwendung von Ionenaustauscherharzen, wobei ein definitiver Endpunkt mit festgesetzten Verhältnissen der Ionenverteilung zwischen dem Harz und der Lösung erreicht wird.
Sulfonsäuren: Eine spezifische Säuregruppe, welche die Austauscherwirkung bestimmter Kationenaustauscherharze bestimmt.
Trinkwasser: Für den menschlichen Genuß und Gebrauch geeignetes Wasser, das bestimmte, in Gesetzen und anderen Rechtsnormen festgelegte Güteeigenschaften erfüllen muß. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Es kann nicht ersetzt werden. Darüber hinaus darf Trinkwasser keine übermäßigen Korrosionsschäden am Leitungsnetz hervorrufen und sollte in genügender Menge mit ausreichendem Druck zur Verfügung stehen.
Trinkwasserqualität: Die Qualität des Trinkwassers wird durch die Trinkwasserverordnung aufgrund des Bundesseuchengesetzes geregelt. Sie legt sämtliche Parameter für den Gebrauch von Trinkwasser fest.
Trübung: Verminderung der Transparenz des Wassers durch Feststoffe.
Umgekehrte Entionisierung: Die Verwendung eine Anionenaustauschers und eines Kationenaustauschers - in dieser Reihenfolge - um alle Ionen aus der Lösung zu entfernen.
Verdrängung: Entfernen von adsorbierten Ionen von einem Ionenaustauschmaterial durch die Verwendung von Lösungen, die andere Ionen in relativ hohen Konzentrationen enthalten.
Vernetzung: Der Grad der Bindung von Polymerketten untereinander zur Bildung einer unlöslichen dreidimensionalen Harzmatrix.
Wasseraufbereitung: Behandlung des Rohwassers, um seine Beschaffenheit dem jeweiligen Verwendungszweck anzupassen. Verfahren der Wasseraufbereitung sind: Flockung, Belüftung, Enthärten, Entfernen von Geruchs- und Geschmacksstoffen, Umkehrosmose usw..
Wassergebildete Ablagerungen: Jegliche Ansammlung von unlöslichem Material, welches aus dem Wasser gebildet wird, oder durch die Reaktion von Wasser an mit dem Wasser in Berührung stehenden Flächen.
Wasserstoffzyklus: Ein vollständiger Zyklus eines Kationenaustausches, wobei der Adsorbent in Wasserstofform oder in der Freien Säureform benutzt wird.
Wasseruntersuchung: Untersuchung von Trinkwasser nach bestimmten in der Trinkwasserverordnung festgelegten Verfahren. Die Trinkwasserverordnung schreibt die Mindesthäufigkeit der Untersuchungen vor.
Zeolith: Natürlich vorkommende wasserhaltige Silikate, die nur einen begrenzten Basenaustausch aufweisen.
Zulauf: Die Lösung, die in den Ionenaustauscher eintritt.
Zyklus: Ein vollständiger Gang eines Ionenaustauschers.